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Nippen oder saufen?

Trinken

Episode #035

Warum sind durstige Menschen die besseren Menschen? Die Frage ist etwas überspitzt aber die soll dich für dein Trinkverhalten sensibilisieren. Und ggf. deine alte Glaubenssätze zum Thema trinken austauschen.

 

Wie ist das bei dir? Hast du auch immer eine Flasche (Wasser) griffbereit stehen. Und du trinkst über den Tag verteilt häufig kleine Mengen? Kennst du aus deiner Kindheit auch die Aussage: „Wenn du Durst bekommst, dann ist es schon zu spät!“

 

Diese Situation ist in unserer menschlichen Entwicklung neu. Unsere Evolution hat über Jahrtausende eine andere Situation vorgefunden: Das Durstgefühl hat uns Menschen animiert nach Wasser bzw. einer Wasserstelle zu suchen. Wir mussten uns bewegen, manchmal stundenlang, um Wasser zu finden und den Durst zu stillen.

 

Wie bist du „drauf“ wenn du Bärenhunger hast? Wenn dir der Magen bis zum Boden hängt? Wirst du evtl. leicht aggressiv? Das ist normal. Hunger ist ein Stressor (wie Kälte, Angst, etc) der zu aggressivem Verhalten führt. Da wir durch Erziehung etc. zivilisiert sind, fällt das heute nicht mehr so auf.

 

Jetzt versetzt dich mal in die Lage, dass du Durst ohne Ende hast. Dir brennt die Kehle. Du träumst von einem Tropfen Wasser. Wie wird dein Verhalten? Nicht aggressiv! Du wirst handzahm. Du würdest beim Nachbarn nach Wasser betteln. Bei Hunger würdest du eher den Supermarkt überfallen.

 

Das Durstgefühl ist der einzige evolutionäre Stressfaktor, der dazu führt, dass Aggression und aggressives Verhalten reduziert wird. Verantwortlich dafür ist das Hormon Oxytocin.

 

Oxytocin gilt auch als DAS Bindungshormon bei der Geburt. Bei jedem Anlegen an die Brust wird bei Mutter und Kind hohe Mengen Oxytocin ausgeschüttet.

 

Oxytocin ist entscheidend für die Entwicklung des Kindes. Denn es kann eine ganze Menge: Entwicklung des Nervensystems, optimale Regulation der Stressachse, anti-entzündliche Wirkung und verbessert die Immunfunktion.

 

Und noch was: Oxytocin reduziert das Hungergefühl und die Lust auf Kohlenhydrate!

 

Das heißt, werde wieder zum Kleinkind. Zumindest in deinem Trinkverhalte. Kinder trinken freiwillig nur, wenn sie ein Durstgefühl haben. Dann trinken sie große Mengen, bis das Durstgefühl gelöscht ist.

 

Menschen, die hingegen häufig kleinere Mengen trinken ohne einen realen Durst zu empfinden, schütten weniger Oxytocin aus. Mit allen Nachteilen von zu wenig Oxytocin.

 

 

-> Quintessence: Durst zulassen. Dann saufen und nicht nippen. Prost!

 

Das einzige adäquate Mittel gegen Durst ist Wasser oder ungesüßter Tee. Saft oder Schorlen sind wie Süßigkeiten zu betrachten und kein Durstlöscher. Wenn pures Wasser dich nicht begeistert, dann ist ein Spritzer frische Zitrone perfekt.

 

Happy Training 😅
Deine Sina Willmann

 

P.S. Das Hintergrundfoto im Titelbild ist während des eigenstimmig-Interview mit Sarah Schäfer und Julia Meder entstanden. Ich danke Euch für die Bilder!

 

 

SHOWNOTES:
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